Ich glaub, mich küsst ein Hirsch

Möttchen berichtet

Nayeli und Frau Hirsch
Nayeli und Frau Hirsch

Auf einem unserer Spaziergänge sind wir zum Wildgehege. Esther wollte wissen, wie ich auf das Rotwild und die Rehe reagiere.

Zuerst - es waren noch keine Tiere zu sehen aber zu riechen - habe ich versucht, unter dem Zaun durch ins Gehege zu gelangen. Durfte ich aber nicht. Esther hat gesagt: "komm, wir gehen weiter!"

 

Plötzlich habe ich die Tiere in der Ferne gesehen. Ich musste gucken, und gucken und gucken und schnuppern. Aber ich bin also weder hysterisch geworden noch musste ich bellen oder mich in die Leine hängen. Ich war einfach nur sehr interessiert.

 

Und dann - ihr glaubt es nicht - hat sich eine Hirschfrau aus der Gruppe gelöst und ist zu uns an den Zaun gekommen. Ich war hin- und hergerissen zwischen fasziniert sein, aufgeregt sein, hin wollen und wieder weg rennen.

Dass ich mit Frau Hirsch gut klar gekommen bin heisst noch nicht, dass ich im Wald nie nimmer einer Verwandten von ihr hinterher rennen würde. Ich war mir ja schon bewusst, dass ein Zaun zwischen uns war. Ich bin ja schliesslich nicht blöd!

Und trotzdem konnte ich heute lernen, dass hingucken ok ist,  dass ich nicht pöbeln  muss, dass ich Abstand nehmen oder an ihr schnuppern kann - grad so, wie es für mich gepasst hat und wie Frau Hirsch mitgemacht hat. Es war aufregend und anregend und lernreich.

Frau Hirsch hat von uns - also von Esther - zum Abschied noch ein paar Ästchen aus dem Wald zum Knabbern bekommen. Weil, die hat das nämlich richtig toll gemacht mit mir.

 

Herzliches Wuff eure Nayeli


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