Nayeli's Blog

Als im Herbst 2015 meine Zaubermaus Laska über den Regenbogen ging, habe ich neben der grossen Trauer um sie auch schon bald gespürt: ohne Hund geht einfach nicht! Und so haben wir Ende November 2015 Nayeli, ein Bretonenmädchen aus dem Tierschutz, adoptiert. Ca.  13 Monate alt war sie, als sie zu uns gekommen ist  -  im besten Junghundealter also! 

Sie ist ein kleines mutiges Hundemädchen, das in der Zeit, seit sie bei uns lebt, schon ganz schön viel gemeistert hat. Ihr Mut und ihre Neugier erstaunen mich täglich. Es war und ist absolut berührend zu beobachten, wie das verschreckte und ängstliche Hundekind sich mehr und mehr zu einem verspielten, verschmusten und fröhlichen Hundemädel entwickelt.

Nayeli – auch Möttchen (= die kleine Motte) genannt – wird ab und an die Tastatur unter ihre Pfoten nehmen und im Blog aus ihrem Leben hier in der Schweiz berichten.


Darf ich vorstellen? Pfui!

Möttchen berichtet:

Kennt ihr den?

Treffen sich zwei Hunde. Sagt der eine: "Ich bin Fifi - und wie heisst du?" Sagt der andere: "Ich heisse PFUI, manchmal bin ich aber auch der LASS DAS oder der NEIN. "

 

Und wie ist das bei euch zu Hause? Sagt ihr eurem Hundefreund häufig „Nein“ oder „Pfui“ wenn er was tut, das grad nicht so gut passt?

Wenn ja - habt ihr euch schon mal überlegt, was dieses Nein oder Pfui für euren Hund denn genau bedeuten soll? Zu was es ihn veranlassen soll? Heisst es für den Hundefreund

- die Hausschuhe von der Oma nicht zerkauen?

- keine Buddellöcher in den Rasen machen?

- nicht zum Hundekumpel rennen?

- keine Pferdeäpfel vom Boden fressen?

- nicht an der fremden Tante mit den weissen Hosen hoch stehen?

... oder noch was ganz anderes?

Gar nicht so einfach für uns zu wissen, was unser Mensch mit dem "Pfui" jetzt genau von uns will!

 

Ich heisse Pfui - und wer bist du?
Ich heisse Pfui - und wer bist du?

In aller Regel soll ja mit einem "Pfui" ein unerwünschtes Verhalten von uns unterbrochen werden. Es ist aber nicht so einfach für uns Hunde ein Verhalten zu unterbrechen, wenn wir nicht genau wissen, was wir denn anstelle tun sollen...

 

In unserer Familie haben wir das mit dem unerwünschten Verhalten unterbrechen bizzi anders gelöst.

Also in erster Linie werde ich gelobt und belohnt, wenn ich etwas richtig mache. Esther richtet also ihre Hauptaugenmerk auf das erwünschte Verhalten von mir, markiert und verstärkt es nach Möglichkeit so, dass es gut zur Situation und zu meinem aktuellen Bedürfnis passt.

Das bedeutet: Mal gibt es zur Belohnung Futter... oder ich werde mit lieber Stimme gelobt... oder Esther wirft mit den Ball... oder ich darf ein Plüschi suchen gehen... oder Esther spielt mit mir... Das sind alles Dinge, die ich sehr gerne mag! Und die gibt es immer zuverlässig dann, wenn ich erwünschtes Verhalten zeige. Gutes Verhalten lohnt sich also definitiv für mich. Aus genau diesem Grund mache ich das immer öfters und intensiver oder zeige es länger. Esther meint,  je mehr erwünschtes Verhalten ich während dem Tag zeige, desto weniger Zeit bleibt für das unerwünschte. Ist eigentlich logisch – oder?

 

Aber trotzdem mache ich ab und zu auch bizzi Blödsinn – also aus Menschensicht gesehen – oder tue etwas, das grad nicht so gut in die Situation passt. Dann unterbricht Esther mein Verhalten, weil auch bei uns gilt: Unerwünschtes Verhalten sollte wenn möglich nicht praktiziert werden!

Sie wirft dazu aber weder mit Rappelbüchsen nach mir noch erschreckt sie mich mit Wurfketten. Sie bespritzt mich nicht mit Wasser oder ruckt an der Leine an mir rum. Sie kneift mich weder in die Seite noch zischt mich an! Nein, bei uns läuft das anders und vor allem freundlich ab: Esther sagt mir nämlich einfach, was ich anstelle des unerwünschten Verhaltens tun soll!

 

Foto: Brigitte Kreisl / www.brigittekreisl.ch
Foto: Brigitte Kreisl / www.brigittekreisl.ch

Was bei mir zum Beispiel (fast) immer funktioniert, ist die Umorientierung und das Zurückkommen. Das habe ich grad von Anfang an in meinem neuen Leben richtig gut gelernt. „Kehren“ bedeutet: „orientier dich mal in die Richtung von Esther“ und der Triller- oder Ankerpfiff oder das Wortsignal „zu-mir“ teilt mir mit: „Renn jetzt zügig zu Esther zurück!“

Will ich zum Beispiel Vögeln hinterher jagen, von der Terrasse aus Leute anwuffen oder das Katzenkistchen auf Inhalt überprüfen kann ich all das nicht mehr tun, sobald ich meinen Kopf in die Richtung von Esther drehe (oder zu ihr zurück laufe), weil ich das „kehren“ höre!

Und es lohnt sich für mich also immer, mich zu Esther zu orientieren oder zu ihr zu laufen - sogar auch dann, wenn ich mir mit dem Befolgen der Signale mal etwas länger Zeit lasse! Ich bekomme nie Schimpfe, sondern im Minimum ein Lächeln und ein nettes Wort, ganz oft aber ein feines Leckerchen oder meinen Mäuse-Quitsch-Ball.

 

Würde mich also jemand fragen wie ich heisse, dann wäre meine Antwort: "Nayeli"  (und manchmal heisse ich auch kehren oder zu-mir  *giggel*)

 

Fröhliches Wuff

eure Nayeli


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Nayeli - Allein zu Haus

Möttchen berichtet

Zugegeben, das ist bizzi geschummelt.  So ganz stimmt das nicht mit dem „Nayeli - Allein zu Haus“. Seit ich hier bei Esther und Ruedi lebe, musste ich noch nie völlig alleine bleiben. Weil – ich kann das eben noch gar nicht, ich habe nämlich Trennungsstress.

 

Als ich so ca. 3 Wochen hier war, musste  Esther für ein paar wenige Minuten aus dem Haus gehen. Sie hat mich aber nicht alleine gelassen, Ruedi war noch da. Trotzdem war ich ziemlich gestresst, habe hinter der Haustüre gewinselt und wollte Esther so zurück rufen. Als das nicht klappte,  musste ich auf den Flurteppich pieseln - aus lauter Sorge weil sie weg war.  Ich habe mich also wirklich ziemlich, ziemlich aufregen müssen. 

... da ist sie raus gegangen...
... da ist sie raus gegangen...

Für Esther und mich war klar: da müssen wir etwas unternehmen damit ich lernen kann, mich auch ohne Esther zu Hause wohl zu fühlen.

 

Als erstes habe ich eine grosse Gitterbox geschenkt bekommen. Diese steht im Wohnzimmer an dem Platz, wo ich mich am liebsten aufhalte.

Esther hat mir die Box weich gepolstert mit dem Schlafi von Patentante Anja und hat noch den Schnüffelteppich oben drauf gelegt. Den liebe ich heiss! Ich kann da nämlich Leckerli raus suchen und – da er so gross ist – mich auch tiptop auf ihm entspannen und schlafen.

Alle feinen Sachen wie Kauartikel, frische Knochen, getrockneter Fisch und so werden mir nur noch in der Box angeboten. Und damit es nicht so leer aussieht, habe ich einen Teil meiner Spieli hinein getragen!

Der Leckerli-Spuck-Automat (= Treat & Train) ist manchmal vor und manchmal in der Box positioniert. So kann ich völlig bequem an meinem Platz liegen und auf die Leckerliausgabe warten. Coole Sache!

 

Regelmässig nach meinem Mittagessen verschliesst Esther die Box mit mir darin. Also zuerst macht sie immer die gleiche Musik an, dann wird der Schnüffelteppich mit Leckerli bestückt, dann gehe ich rein und beginne, die Gutzis zu suchen, dann geht die Türe zu und für mich ist klar: ab jetzt ist Esther für mich nicht mehr zu haben.

Am Anfang war sie aber immer noch in meiner Nähe, dann war sie mal bizzi weiter weg aber immer noch zu sehen und eines Tages war sie nicht mehr im Wohnzimmer sondern irgendwo sonst in der Wohnung. Damit kann ich mittlerweile schon recht gut umgehen. Denn ich habe ja immer ein bisschen zu tun in der Box: Kauartikel bearbeiten... Leckerliteppich absuchen... oder auch mal einfach ruhig liegen und auf Esther warten. 

Ausserhalb von diesen Ignorier- oder Trennungszeiten ist die Box natürlich immer offen und für mich zugänglich. Ich lieg oft da und bearbeite meine Torgawurzel oder einen Pansenstengel, operiere dem Dotti oder einem Plüschi die Etikette weg oder döse einfach bizzi vor mich hin. Meine Box ist definitiv ein angenehmer Ort für mich. Ich gehe da manchmal auch rein, wenn Esther nicht grad in der Nähe ist. Das fühlt sich ok an und ist gut so.

Bis ich aber wirklich über längere Zeit ganz alleine zu Hause bleiben kann, dauert es glaub schon noch bizzi. Esther meint jedoch, diese Zeit nehmen wir uns. Sie muss zwar schon ein bisschen  rumorganisieren. Aber bis heute hat sie es immer geschafft, dass jemand für mich da war. Ich bin froh, dass ich das "Allein zu Haus" in kleinen Schritten lernen kann und es nicht grad von heute auf morgen können muss.

 

Entspanntes Wuff Wuff 

eure Nayeli  


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Winter Wunderland

Esther berichtet

Der Winter hat endlich Einzug gehalten! Ausgelassen im Schnee herumzutollen - das lieben viele Hunde (und ihre Menschen)!

Foto pixabay

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Schnee - zum Fressen gerne!

Beim Spielen im Schnee beissen die Hundekinder auch gerne voller Freude in die weisse Pracht und schlucken sie. Das ist aber kein Grund zur Sorge, solange der Hund das gut verträgt und weder mit Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall reagiert.

Foto pixabay
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Ältere Hunde jedoch oder Tiere mit empfindlicher Magenschleimhaut können nach dem Schnee fressen auch mal  Symptome einer Schnee-Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) zeigen. Das äussert sich zum Beispiel mit Gurgeln im Magen/Darm, Bauchschmerzen (angespannte Bauchdecke, gekrümmter Rücken), Durchfall, Speicheln, Würgen, Erbrechen, Husten, Fieber.

Sind die Symptome nur leicht, kann eine Schonkost-Diät mit Reis und wenig gekochtem Hühnerfleisch Abhilfe schaffen. Bitte auch darauf achten, dass immer genügend Trinkwasser (in Zimmertemperatur und nicht eiskalt) zur Verfügung steht. Weiter gehört selbstverständlich Ruhe für den Vierbeiner zur Therapie dazu.

Wenn sich die Symptome nach 1 – 2 Tagen nicht deutlich bessern, muss der Tierarzt aufgesucht werden!

Foto pixabay
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Das Tragen eines Spielzeugs kann helfen, das Schneefressen ein wenig einzudämmen. Und selbstverständlich dürfen dem Hund keine Schneebälle geworfen werden!

Vorsicht geboten ist am Strassenrand. Dieser Schnee ist oft verunreinigt mit Streusalz, Split, Schmutz und evtl. auch Frostschutz. Das alles gehört definitiv nicht in den Hundemagen!

Extrem schneehungrige Hunde müssen notfalls mit einem Maulkorb gesichert werden.

Pfotenpflege nicht vergessen! 

Kälte, Eis, Split, Streusalz – das alles setzt auch den Hundepfoten im Winter ziemlich zu.

Die richtige Pflege der Pfoten beginnt bereits vor dem Spaziergang. Das Fell zwischen den Pfotenballen ist idealerweise kurz gehalten. So können sich dort weniger Eis, Schnee und Streugut ansammeln.

Foto pixabay
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Wenn vor dem Spaziergang die Pfoten mit einer gut fettenden Salbe eingerieben werden, kann so ein Schutzfilm gebildet werden der gegen beissendes Streusalz, Nässe, Schneeklumpenbildung zwischen den Zehen hilft.

Während dem Spaziergang macht es Sinn, ab und zu die Pfoten zu untersuchen und sie von Schnee und Eisklumpen zu befreien.

Nach dem Spaziergang gehört im Winter ein Pfoten-Check dazu. Verschmutzungen und Streusalz können mit einem Pfotenbad gut entfernt werden.

 

Wintermantel - muss das sein?

Die allermeisten Hunde leben mit ihrer Familie in der Wohnung. Ihr Fell ist also auf eine Zimmertemperatur von mind. 21° ausgerichtet. Das Fell unserer Haushunde unterscheidet sich deshalb deutlich von der Fellbeschaffenheit von Hunden, welche die meiste Zeit draussen sind oder sogar im Freien leben.

Foto pixabay
Foto pixabay

Es gibt viele und unterschiedliche Gründe für das Tragen eines Wintermantels.

Beispielsweise der alte Hund, der sich weniger und langsamer bewegt... oder der Hund mit wenig beziehungsweise ohne Unterwolle... aber auch für kranke Hunde oder Welpen ist ein Mantel in der kalten Jahreszeit absolut sinnvoll. Und schliesslich ist für viele kleine, bodennahe Hunde ein Wintermantel angebracht, denn diese kühlen viel schneller aus als ihre langbeinigeren Gefährten. Muss der Hund länger an kurzer Leine neben uns her laufen – also mit reduziertem Tempo – kann auch in dieser Situation ein Mantel absolut Sinn machen.

Der Markt bietet inzwischen eine Vielzahl von Mänteln an. Ein wichtiges Kriterium ist, dass der Mantel wind- und wasserdicht und dem Hund gut angepasst ist.

Foto pixabay
Foto pixabay

So niedlich das vielleicht auch ausschauen mag - dieser Pullover eignet sich draussen nicht als Wärmespender. Er wir schnell nass und die Wirkung verkehrt sich ins Gegenteil!

Foto E. Hufschmid
Foto E. Hufschmid

Es gibt inzwischen auch praktische Mantelgeschirre zu kaufen. Dabei sind Brustgeschirr und Mantel sind in Einem verarbeitet.


 

Fazit: mit etwas Vorbeugung und Pflege steht dem Spass von Hund und Mensch im Schnee nichts im Wege!

 

Schönes Winter Wunderland euch allen!

 

 


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Die ein bisschen andere Weihnachtsgeschichte

Es war einmal...

... ein kleines Fischerdorf am Meer.

Kurz vor Weihnachten kam ein starker Sturm auf, der sich zu einem richtigen Orkan entwickelte. Das Meer war sehr aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich mit lautem Getöse am Strand.

 

Foto: pixabay
Foto: pixabay

 

Als das Unwetter langsam nachliess und sich der Himmel wieder aufklarte, lagen am Meeresufer unzählige Seesterne, die von der Strömung an Land geworfen worden waren.

Ein Kind lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

 

Foto: pixabay
Foto: pixabay

 

Ein Mann, der vorbei kam, schaute dem Kind einen Moment lang zu und sagte dann:

„Du dummes Kind! Was du da machst ist doch vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voller Seesterne ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!“

Das Kind schaute den Mann kurz an, ging dann zum nächsten Seestern und hob diesen behutsam vom Boden auf . Es drehte sich zum Mann um und sagte:

„Für diesen hier wird es etwas ändern!“ und warf den Seestern zurück ins Meer.

(leicht abgeändert aus Porter Patrick: Entdecke dein Gehirn)


In der Hoffnung, dass auch im nächsten Jahr viele Menschen auf der Welt wie dieses Kind denken und handeln und immer wieder voller Hoffnung versuchen werden, die Welt ein klein wenig friedlicher zu machen - für Menschen, speziell für Menschen auf der Flucht, für Tiere, für die Natur - wünschen wir euch von Herzen frohe Festtage und einen guten Start ins 2017!

 

Esther mit Nayeli


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1. Kriegetag

Esther berichtet

1 Jahr ist es heute her, dass wir Nayeli, das kleine Zaubermöttchen, den Chaoszwerg, unsere Madame GutGelaunt von der Tierschutzorganisation übernehmen und zu uns nach Hause bringen konnten.

Wenn ich unser fröhliches Hundekind heute so anschaue dünkt es mich, es sei viel, viel länger her, seit  wir sie adoptiert haben.

Auch meine Notizen und Beobachtungen der ersten Zeit beschreiben einen ziemlich anderen Hund als den, den ich heute an meiner Seite habe! ;-)

Wie gut ist es zu wissen, dass sich Angsthunde wie Nayeli gut erholen können, wenn sie freundlich behandelt werden und ohne Druck und Strafe lernen können. Es braucht ein bisschen Geduld, Wissen und gewaltfreies Training - aber es lohnt sich so sehr!

 

Unser erster Kontakt am 28.11.2015:

alles - inkl. Esther - war soooo gruselig!

Heute - Entspannung mit Körperkontakt, das höchste der Gefühle!


 

Auszug aus meinen Notizen der ersten Woche im November/Dezember 2015

 

28.11.

10.15 Uhr: Es war soweit, wir konnten sie übernehmen - endlich!

Es war sehr kalt und hat intensiv geschneit. Nayeli war angespannt, hat sich weggeduckt und ihre Rute stark eingeklemmt. Ein bisschen ab vom Getümmel konnte sie sich im Wald lösen. Ich habe sie ins Auto in die Box gebracht. Auf der Rückreise war von ihr über die ganzen 5 Stunden kein Ton zu hören. Beim Zwischenhalt wollte sie nicht aus der Box kommen, ich musste sie heraus heben. Pieseln ging aber nicht. Auch am Abend zu Hause im Garten nicht...

 

29.11

Nach einer ruhigen Nacht, die sie neben meinem Bett in der Box verbracht hat, hat die Maus heute morgen nach bald 22 Stunden endlich gepieselt. Es ist ziemlich alles hier ziemlich gruselig für sie: Geräusche, Menschen, Männer(!), Gerüche, ihr Spiegelbild im Fenster... Alles ist so neu und so unheimlich – drinnen wie auch draussen. Arme Maus!

 

30.11.

Ein kurzer Spaziergang in reizarmer Umgebung auf dem grossen Parkplatz mit Wiese beim Lido. Sie schnuffelt viel und intensiv. Kaum nimmt sie eine Bewegung, ein Geräusch wahr, bleibt sie angespannt stehen und scannt sie die Umgebung ab. Die Rute trägt sie praktisch immer eingeklemmt.

Draussen sind wir immer mit dem Sicherheitsgeschirr unterwegs, damit sie sich in einem Schreckmoment nicht aus dem Geschirr winden und davon rennen kann. Diese Vorstellung ist der absolute Horror!

 

1.12.

Hurra! Sie hat das kleine und grosse Geschäft heute morgen erledigt! Dass man sich so sehr über Sch*****  freuen kann, können glaub nur Hundemenschen nachvollziehen! :-)

 

Ein kurzer Spaziergang am Nachmittag in reizarmer Umgebung. Sie wirkt ein wenig entspannter, scannt aber natürlich immer noch sehr viel die Umgebung. Aber sie orientiert sich doch schon ziemlich oft zu mir um. Jede Umorientierung lobe ich mit ruhiger Stimme. Futter kann sie draussen noch keines nehmen.

 

2.12.

Unsere heutige Perle: Ich habe mich am Nachmittag für einen kurzen Moment hingelegt. Das Möttchen ist mir ins Zimmer nachgetappert und hat beschlossen: ich will auch auf’s Bett! Sie hat sich an meine Seite angelehnt, ihre Nase in meinen Pullover versenkt und war für einen Augenblick weich und entspannt. Ich habe fast nicht gewagt zu atmen vor lauter Angst, diesen Moment zu stören...

 

3.12.

Sie zeigt sich bereits ein bisschen mutiger und neugieriger! Am Morgen ist sie ohne Motivation von meiner Seite aus der Box gekommen und mir in die Küche gefolgt.

Alles Unerwartete lässt sie natürlich immer noch schnell „aus dem Fell rutschen“ und die Angst ist tägliche Begleiterin. Aber Minischritte vorwärts sind zu beobachten!

 

4.12.

Männer sind für die Kleine definitiv gruselig! Wenn immer möglich weicht sie aus und geht einen grossen Bogen. Geht das nicht, verbellt sie die Männer und knurrt sie an. Das macht sie auch zu Hause mit Ruedi.

Er hat nun begonnen sich jedes Mal anzukünden, wenn er in ihre Nähe kommt und „sich schön zu füttern“ - d.h. er wirft ihr Käsebröckchen und Frolicstücken zu.

Wäre ja gelacht, wenn wir so der kleinen Maus die Männer im Allgemeinen und den Mann im Haus im Speziellen nicht vertraut machen können!

 

5.12.

Heute hat sie eine kurze Spielaufforderung zu mir gemacht! Mein Herz lacht!

 

 

28.November 2016

Und heute? Heute habe ich ein fröhliches, entspanntes und neugieriges Hundemädel an meiner Seite. Wir haben natürlich immer noch die eine oder andere Baustelle, die zu bearbeiten ist. Aber wir finden beide: bei uns ist grundsätzlich alles im grünen Bereich!! :-)


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Wer suchet, der findet!

Möttchen berichtet

Oder ich könnte auch sagen: Wer suchet, hat Spass! Denn wie viele meiner Hundekumpels auch, mache ich sehr gerne Suchspiele. Etwas suchen, finden und es dann fressen oder damit spielen dürfen – das macht so richtig Laune!

Zu Hause habe ich beispielsweise den Schnuffelteppich oder das Schnuffel-Pad, in dem Leckerli für mich versteckt sind. 

Oder Esther legt Futter, ein Spiel, den Futterbeutel irgendwo in der Wohnung aus und ich darf dann das Teil suchen gehen!

 

Auf dem Spaziergang haben wir unseren Such- oder Arbeitspfiff, der verspricht: „Jetzt gib es eine Suchaufgabe für mich!“

Wenn ich den Suchpfiff höre weiss ich natürlich noch nicht, was und wo ich suchen kann. Vielleicht hat Esther ja meinen Pelzi oder meinen Ball auf der Rückspur verloren... oder der Futterbeutel liegt irgendwo neben dem Weg im Gras... oder es gibt Futterbröckchen nahe bei Esther zu suchen. Ich muss deshalb - wenn ich den Doppelpfiff höre - zuerst zurück zu ihr und sie fragen, was angesagt ist.

 

Für die unterschiedlichen Suchaufgaben haben wir auch unterschiedliche Signale: „Verloren Pelzi“ oder „Verloren Ball“ schickt mich auf die Rückspur; „Finden Beutel“ heisst, das Teil ist bizzi ab vom Weg und „Such“ verspricht Futter im Radius von 1 - 2 Meter rund um Esther.

 

Zuerst habe ich gelernt, welche Signale mit welcher Suchaufgabe verbunden sind. Und erst dann habe ich den Suchpfiff dazu gelernt. Inzwischen holt der mich also ziemlich zuverlässig und mit grosser Vorfreude auf die Suchaufgabe zu Esther zurück. Das Scannen oder Wildfährten schnuffeln oder Vögel hetzen ist in diesem Moment nicht mehr so wichtig für mich, denn nur schon der Pfiff alleine macht gute Laune weil er mir eine Suchaufgabe verspricht.

 

Fazit: Esther ist zufrieden, weil ich zügig zu ihr zurück komme und meine jagdlichen Absichten unterbreche; ich bin zufrieden, weil ich etwas Tolles suchen kann - ergo sind wir beide zufrieden! So soll das doch sein, bei einem entspannten Mensch-Hund-Team - oder? :-)

 

Fröhliches Wuff Wuff

eure Nayeli


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Das Geschenk

Ein Kurzfilm mit Auszeichnung

Der Film "The Present" ist als Abschlussarbeit an der Filmakademie Baden Württemberg entstanden. Dieser Kurzfilm wurde seit der Veröffentlichung 2014 mit über 50 Festival-Awards ausgezeichnet. Ist es auf den ersten Blick vielleicht noch irritierend, dass ein Junge ein Hund geschenkt bekommt, damit dieser ihn von seiner Spielkonsole weg nach draussen lockt, so wird am Ende klar, dass dahinter eine andere Botschaft steckt...


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Sachkundenachweis

Heute überlässt Nayeli alias Möttchen ihrer Esther die Tastatur. Das, was da in Bundesbern zum SKN entschieden worden ist, kann nämlich kein Hund nachvollziehen, meint sie und zieht sich mit einem Kopfschütteln auf ihre Decke zurück.

Jetzt erst recht!

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Am 19.9. hat der Nationalrat die Motion Noser aus dem Ständerat mit 93 zu 87 Stimmen knapp überwiesen. Gegen den Entscheid der vorberatenden Kommission. Ruedi Noser beauftragt mit seiner Motion den Bundesrat, das Obligatorium für den Erwerb eines Sachkundenachweises SKN aufzuheben, und das mit folgender Begründung: „Der Schlussbericht der Evaluation der Sachkundenachweise, den das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen am 11. März 2016 publiziert hat, zieht bezüglich Hunden eine gemischte Bilanz: Dem Obligatorium könne keine objektive Wirkung anhand von "hard facts" (wie einer Abnahme von Vorfällen oder Verhaltensunterschieden zwischen Personen mit und ohne Kursbesuch) zugeschrieben werden. Vollzug und Qualitätssicherung der Kurse seien nicht optimal. Ein Fünftel der zur Teilnahme verpflichteten Hundehalter besucht die Kurse gar nicht. Diese Sachlage sollte zum Anlass genommen werden, die Eigenverantwortung zu stärken und das Obligatorium aufzuheben. Der Aufwand für eine Durchsetzung der Bestimmungen wäre gross, während nichtdurchgesetzte Obligatorien rechtsstaatlich störend sind.1

Nun liegt der Entscheid also beim Bundesrat, er soll die obligatorischen Kurse wieder abschaffen. Gegen seinen Willen, denn der Bundesrat hat sich für die Beibehaltung des SKN ausgesprochen.

Ebenfalls bemerkenswert: Bei Ständerat und Motionär Ruedi Noser handelt es sich um den selben FDP-Politiker, der vor gut 10 Jahren die Unterschriftensammlung mit unterzeichnet hat, die 2008 dann zu dem Obligatorium führte, das er mit seiner Motion jetzt wieder abschaffen will. Politische Glaubwürdigkeit definiert sich meines Erachtens anders.

 

Kaum überzeugender als der Schlingerkurs des Herrn Noser wirken die Argumente für eine Abschaffung des Obligatoriums. Offensichtlich hätten die Kurse aus Sicht der Mehrheit des Parlamentes u.a. einen Rückgang der Beissvorfälle bewirken sollen. Eine derartige Erwartung ist im besten Fall naiv. Es braucht weder ein vertieftes Nachdenken noch Sachverstand um vorherzusagen, dass sich vier Lektionen Hundeschule wohl kaum auf eine Beissstatistik auswirken. Die obligatorischen Kurse können Hundehaltenden lediglich ein Basiswissen über das Wesen des Hundes vermitteln und die Bezugspersonen dazu motivieren, sich mit und für ihren Hund weiterzubilden.

Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari
Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari

Aber was ist mit den 20% Hundehaltenden, die den Kurs gar nicht absolviert haben?
Das ist in der Tat ein Argument. Allerdings nicht gegen das SKN-Obligatorium, sondern für eine bessere Kontrolle, dass diese Kurse auch tatsächlich absolviert werden – von allen Menschen, die einen Hund halten oder halten wollen. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Weil sich ein Fünftel der SKN-Pflichtigen weigert, den Sachkundenachweis zu erbringen, werden nicht etwa die Verweigerer in die Pflicht genommen – sondern es wird der Sachkundenachweis abgeschafft. Was für ein Irrsinn. Das ist in etwa so, als würden 20% derer, die Auto fahren wollen, keine Lust auf die Fahrschule haben, und das Parlament in Bern schafft deshalb den Führerschein ab. Es ist keine Erkenntnis, auf die man nach jahrelangen Studien kommt, sondern eine Binsenweisheit: Eine Anordnung kann nur so gut sein wie die Kontrolle ihrer Umsetzung. Das gilt für das theoretisch vorbildliche Tierschutzgesetz in diesem Land wie auch für den obligatorischen Sachkundenachweis – beide verlieren ihren Wert, wenn sich niemand darum kümmert, dass sie ernst genommen werden. Und die hierfür erforderliche Kontrolle obliegt den Behörden. Ist eine Kontrolle nicht gewährleistet, dann sollte eine Verordnung gar nicht erst in Kraft gesetzt werden. Weil sonst irgendwann auch niemand mehr die Behörden ernst nehmen kann.

Aber was hat denn der SKN bewirkt, gibt es etwas, das sich durch diese Kurse verbessert hat?

Das gibt es durchaus. Zunächst einmal wurde mit dem SKN ein wichtiges Signal gesetzt: Für die Haltung eines Hundes existiert ein Standard an minimalem Wissen, das Voraussetzung für ein einigermassen konfliktfreies Miteinander von Menschen mit und ohne Hund Voraussetzung ist. Diese Signalwirkung hat u.a. in Deutschland für eine Diskussion zur Einführung eines Hundeführerscheins gesorgt. Aber auch der Schlussbericht der  Evaluation durch das Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen stellt den Kursen ein insgesamt gutes Zeugnis aus. Diejenigen, die auch tatsächlich teilgenommen haben, bewerten Qualität, Sinn und Zweck der Kurse positiv. 75% der Veterinärdienste bescheinigen dem Kurs, dass er hinsichtlich des Tierwohls und der tiergerechten Haltung des Hundes erfolgreich war, und dass sich der Umgang mit dem Hund positiv verändert hat. Aber anscheinend wiegt dieser nicht in Wahlargumente umzumünzende Erfolg im politischen Geschäft zu wenig.

Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari
Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari

Geld scheint hingegen ein solches Argument zu sein: Seitens der SKN-Gegner unter den Hundehaltenden und von einigen Politikerinnen und Politikern ist immer wieder zu hören, dass mit dem Obligatorium grosses Geld verdient worden sei. Ich habe nicht den Überblick über alle Angebote im Hundebereich. Dort, wo ich Einblick nehmen kann – bei meinen Kolleginnen und Kollegen von ccf – hat sich mit Garantie niemand in den letzten acht Jahren eine goldene Nase verdient. Über 95% der Trainerinnen üben diese Tätigkeit nebenberuflich aus, da mit dem Ertrag aus einer Hundeschule das Leben nicht bezahlt werden kann.

Und die Ausbildungsorganisationen? Wer schon mal ein KMU aufgebaut hat weiss, dass die ersten Jahre vor allem durch viel Arbeit und ein schmales Budget geprägt sind. Selbstverständlich spielt auch hier die Frage der Qualität eine grosse Rolle. Werden pro Lehrgang 24 oder mehr Teilnehmende von nur einer Lehrperson ausgebildet, dann resultiert ein anderer Gewinn als bei Lerngruppen mit maximal 20 Personen und der Begleitung durch mehrere Fachleute im Unterricht. Zukünftige Teilnehmende müssen genau hinschauen und prüfen, was für das Kursgeld alles geboten wird. Denn die wenigen Qualitätskriterien, die der Gesetzgeber definiert hat, müssen nun natürlich seitens der Ausbildungsstätte nicht mehr eingehalten werden. 2

Kurzum: Ob die Hundetrainer, die an der Basis arbeiten oder die Ausbildungsstätten, die in den letzten Jahren ihre KMU’s aufgebaut haben – für uns alle, die wir mit einem hohen Verantwortungs- und Qualitätsbewusstsein in der Ausbildung von Hundehaltenden tätig sind, ist die Annahme der Motion Noser ein Schlag ins Gesicht.

Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari
Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari

Was bedeutet die Veränderung nun für unsere Trainerinnen und Trainer?

Wir können davon ausgehen, dass 80% der Hundehalter den Kurs besucht haben. Eine Mehrheit davon hat sich nach dem SKN weiter gebildet. Diese Menschen mit Hund brauchen auch morgen und übermorgen engagierte und motivierte Trainerinnen. Fachpersonen, die wissen, wovon sie reden und die über eine qualifizierte Ausbildung verfügen. cumcane familiari hat von Beginn an die Basisfachausbildung breit aufgestellt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Inhalte haben nur einen Teil des Lernstoffes ausgemacht, der bearbeitet wurde. ccf hat 1/3 mehr Präsenzstunden angeboten in der Überzeugung, dass eine kompetente Trainerin, ein kompetenter Trainer einiges an Wissen und Praxiserfahrung mehr braucht als es im Gesetz vorgeschrieben ist.

Das erworbene Zertifikat verliert seine Gültigkeit selbstverständlich nicht. Einzig den Zusatz SKN kann Mann und Frau sich schenken, sobald das Obligatorium abgeschafft ist.

Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari
Foto: Esther Hufschmid / cumcane familiari

Und jetzt? Jetzt erst recht!

Auch wenn in Bundesbern aktuell sehr viele Politiker und Politikerinnen sitzen, für die anscheinend Tierschutz und Tierwohl nur ein paar Buchstaben in einer Verordnung sind - wir bleiben dran! Unabhängig von der jeweils aktuellen Gesetzeslage zahlt sich eine gute Ausbildung für alle aus, die mit Menschen und Tieren arbeiten wollen. Auch wenn der SKN tatsächlich abgeschafft werden sollte – wir haben unsere Möglichkeiten, Hundehaltende für das gemeinsame Lernen mit ihren Tieren zu begeistern.

Gute Ausbildnerinnen und Ausbilder im Bereich Hundehaltung werden weiterhin gebraucht. Und das unabhängig davon, wie sich die Fahne im politischen Wind dreht!

 

1      (Quelle: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20163227)

2     cumcane familiari war hier von Beginn an transparent, auf der Seite "Unsere Leistung - Ihr Nutzen" ist en detail aufgelistet, was die

       Teilnehmenden von dieser Ausbildung erwarten dürfen. 


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Darf er auf's Sofa?

Kreative Lösung für kreative Hunde - auf bayrisch


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Meine Hobbys und ich

Möttchen berichtet

Und? Was macht ihr so den lieben langen Tag? Womit beschäftigt ihr euch?

Also ich, ich habe ganz viele Hobbys, denen ich nachgehe - oder gerne nachgehen würde, würde ich nicht daran gehindert.

 

Nicht ausleben darf ich zum Beispiel das Hobby Menschenkacke fressen. Das verunmöglicht mir Esther, wann immer sie kann. Sie ist darin zwar ziemlich gut, aber nicht immer gut genug. Manchmal schaffe ich es, mich an diesen braunen Haufen gütlich zu tun, bevor Esther es merkt und mich davon weg motivieren kann. Sie nervt sich dann jeweils schon bizzi. Also weniger über mich als über die Leute, die ihre Geschäfte einfach so im Wald zurück lassen. Schliesslich nehmen wir unser Zeugs – also Esther meines – auch immer auf und bringen es zum Abfallkübel. Ok, aber das war jetzt nur so ein Beispiel dafür, was ich nicht tun sollte.

 

Ganz zuoberst auf meiner Hobby-Liste stehen sowieso andere Sachen. Ich finde es nämlich total cool, mit den Augen die Umgebung nach Vögel abzusuchen und – wenn sich dann einer ganz frech ein paar Meter vor uns auf den Weg setzt – diesen zu beschleichen. 

 

Dog-TV: es läuft grad die Sendung mit den Vögeln :-) Mein Hobby "beobachten" kann ich auch zu Hause ausleben
Dog-TV: es läuft grad die Sendung mit den Vögeln :-) Mein Hobby "beobachten" kann ich auch zu Hause ausleben

 

Manchmal renne ich auch den Krähenvögeln hinterher. Den Triller- oder Ankerpfiff von Esther, den höre ich aber trotzdem gut und ich komme jeweils auch wieder ziemlich zügig zu ihr zurück. Esther sagt, solange ich auf den Anker so toll reagiere, darf ich ab und zu auch mal die Vögel auf dem Feld aufscheuchen. Damit ich nicht frustig werde, meint sie. Und damit die Vögel nicht frustig werden, lässt Esther ihnen immer ein paar Bröckchen von meinem Futter zurück. Das wiederum finde ICH nicht wirklich nötig. Aber na ja... Menschen halt...

 

Ein paar meiner Hobbys teile ich mit Esther. Zum Beispiel meinen Ratzki, die kleine Plüschratte, auf der Rückspur suchen. Manchmal liegt da auch mein Fresbee, den ich finden und Esther bringen kann, damit sie ihn für mich wirft. Er fliegt zwar nicht ganz so schön wie ein Krähenvogel. Aber es macht mir trotzdem Spass, dieses Flugobjekt zu verfolgen.

Weiter beschäftige ich mich gerne mit unserem orangen Ball. Wenn ich nicht den Vögeln hinterher darf, kann ich dafür den Ball verfolgen.  Der quietscht der so bizzi wie eine Maus, wenn ich mit meiner Pfote auf ihn drauf haue.

Und Leckerli suchen – am liebsten Käsestücken – das mache ich natürlich auch sehr gerne. Manchmal zelebriert Esther das Leckerli-Werfen so richtig. Sie zieht das Stück vor meinem Gesicht langsam hin und her bevor es wegfliegt. Leckerli belauern und fangen gehört also definitiv auch zu meinen Hobbys.

 

Inzwischen teile ich auch die Hobbys "Umgebung beobachten" und "Vögel fokussieren und beschleichen" mit Esther. Sie hat nämlich immer wenn ich das gemacht habe, mein Verhalten mit einem Wortsignal verknüpft. Ganz oft kann ich jetzt schon recht lange einfach nur gucken oder mich über eine längere Wegstrecke langsam anschleichen und muss nicht grad auf jedes Rascheln im Laub drauf hüpfen oder bei jeder Sichtung eines Vogels losdüsen .

 

 

Düsen - das ist das Stichwort! Mein Hobby „rumdüsen“ darf ich nämlich nicht vergessen zu erwähnen. Das macht mir auch grossen Spass! Wenn die Gegend sicher ist - das heisst, kein Verkehr, kein Wild oder ähnliches in der Nähe - dann darf ich auch mal rennen, so richtig rennen. Ich düse dann in grossen Kreisen über die Wiese bis ich so richtig ausgepowert bin. Das tut soooo gut!

 

Ihr seht, meine Hobbys - und ich habe euch also beileibe nicht alle aufgezählt - halten mich gut auf Trab. 

Und bei euch so?

 

Herzliches Wuff eure Nayeli


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Hunde-Baukasten

Möttchen wünscht ein kreatives Wochenende!

Wenn du deinen Hund bei ikea kaufst und dann versuchst, ihn selbst zusammen zu bauen... :-)
Wenn du deinen Hund bei ikea kaufst und dann versuchst, ihn selbst zusammen zu bauen... :-)

Mit wedeligen Grüssen

eure Nayeli


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Die Wahl haben

Möttchen berichtet

In meinem Blogartikel "Nayeli for President" habe ich euch ja verraten, dass ich nienimmer die Absicht habe, die Herrschaft über meine Familie oder die Schweiz oder die Welt zu erlangen. Mir gefällt es nämlich ganz gut so, wie es ist.

 

Und bei uns ist es ja sowieso so, dass Esther in vielen Dingen das Sagen hat. Sie bestimmt zum Beispiel, wann wir raus gehen... wann ich mein Futter bekomme... was im Napf drin ist... wann Bettruhe ist... ob die Türe zur Terrasse geöffnet bleibt... was ich zum Spielen zur Verfügung habe... ob sie Zeit zum Kuscheln mit mir hat... und vieles andere mehr.  

Dabei achtet sie schon auch auf mich und ist ehrlich bemüht, meinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Aber eben, SIE hat die Schlüsselgewalt über die Eingangstür und SIE verwaltet den Zugang zum Kühlschrank! Ist halt einfach so!

 

Unser Haushalt ist also nicht basisdemokratisch organisiert, aber bizzi demokratisch ist er schon (wir leben ja schliesslich in der Schweiz). So habe auch ich in unserer Familie Mitbestimmung! Dort wo es möglich ist, bezieht Esther mich nämlich mit ein.

 

Zum Beispiel:

Auf Spaziergang, wenn wir an einem Ort sind wo es ungefährlich ist, sagt Esther zu mir das Wort „Freizeit“. Das bedeutet, dass ich nun in meinem Tempo und nach meinem Gusto die Umgebung erkunden kann. Ich darf also an einem Grashalm 5 Minuten schnuppern, wenn ich will. Oder ich kann den Vögeln zugucken so lange ich will. Ich darf die Richtung bestimmen, in der wir weiter gehen. Manchmal möchte ich auch weg vom Weg. Dann kommt Esther mit mir mit. Sie lässt mich so gut wie irgend möglich das tun, was ich möchte – ausser es ist verboten oder wäre gefährlich für mich, für Menschen oder andere Tiere. (Und ausser ich möchte die aufgespürte  Menschenkacke fressen.) Dann interveniert sie kurz und nachher darf ich wieder bestimmen.

In dieser „Freizeit“ höre ich sehr wenig von Esther. Sie gibt mir keine Signale und es gibt auch keine Leckerlis oder Spielis oder sonst was in der Art. Diese "Freizeit" gehört wirklich mir, ich darf bestimmen und Esther ist einfach nur das andere Ende der Schleppleine – nicht mehr und nicht weniger!

 

Zu Hause darf ich oft mitbestimmen, welche Kauartikel ich grad gerne haben möchte. Ich würde also auch alle nehmen, so grundsätzlich – aber auswählen dürfen ist also auch supertoll. Esther legt mir verschiedene Sachen auf den Boden, gibt mir mein Signal und ich darf wählen. Cool!

Auch bei den Spielsachen kann ich ab und zu mitreden. Auf dem Spaziergang zum Beispiel kann ich entscheiden, ob wir uns jetzt mit meinem orangen Ball, meinem Fresbee oder der kleinen Plüschratte beschäftigen.

 

So gibt es immer wieder Situationen, in denen Esther mich fragt, was ich gerne hätte oder gerne tun würde. Am Anfang war das für mich noch bizzi komisch und mir war nicht so klar, was sie meinte. Aber ich habe schnell gelernt und finde es heute einfach nur toll, wenn ich mitbestimmen kann!

Esther sagt: Auswählen dürfen bedeutet Kontrolle haben und Kontrolle haben macht selbstsicher! Ich kann dazu nur sagen: stimmt!

 

Herzliches Wuff Wuff

von eurer Nayeli 


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Trösten tut gut!

Möttchen berichtet

Am 1. August feiern die Menschen den Geburtstag der Schweiz. Das ist ja per se etwas Schönes – wenn es nur nicht mit solch einem Geknalle und Geböllere verbunden wäre! Das zumindest finden viele Hundekumpels von mir wie auch die Fell-, Feder- und Wollfreunde in Stall, Feld und Wald.

Foto: pixabay
Foto: pixabay

Für viele von uns sind diese Knallgeräusche nämlich Angstauslöser. Der Grund dafür ist, dass diese Geräusche sehr plötzlich und zugleich sehr heftig auftreten. Das löst bei uns Anspannung, Schreck, Angst, Panik und/oder Fluchtverhalten aus.

 

Jetzt scheint es ja nicht sehr realistisch zu sein, dass die Menschen auf dieses „Krach machen“ freiwillig verzichten. Ich glaube, für viele von ihnen ist das „feuerwerkeln“ etwa gleich selbstbelohnend wie für mich das Rabenvögel scheuchen!

Das bedeutet für uns Fellfreunde nicht anderes als: wir müssen da durch und den 1. August irgendwie überstehen.

Foto: pixabay
Foto: pixabay

Am besten geht das für uns mit Hilfe von euch,  unseren Bezugspersonen!

Aber leider bekommen immer noch und immer wieder unsere Menschen von Fach- und anderen Personen gesagt, dass wir Hunde in stressenden Situationen nicht getröstet werden dürfen. Weil Trost nämlich die Angst verstärken würde!

 

Hm... dann lasst mich doch mal fragen, ob euch diese Situation bekannt vorkommt: Ihr fühlt euch nicht besonders gut, seid vielleicht ein bisschen melancholisch oder traurig oder einfach nicht so gut im Strumpf. Da legt euch euer Hund seinen Kopf auf den Schoss... oder leckt euch die Hand... oder lehnt sich einfach bizzi bei euch an... oder bringt sein Spieli... Dein Hundekind versucht, dich zu trösten! Trösten ist nämlich ein Verhalten, das auch wir Hunde kennen. In der Verhaltensbiologie sagt man dem auch soziopositives Verhalten (hat mir Esther grad zugeflüstert). Viele Tiere (inkl. Mensch) die in Gruppen leben, geben sich soziale Unterstützung in stressenden Situationen – sie trösten einander! Wenn jetzt aber Trösten tatsächlich Angst verstärken würde, hätte sich dieses Verhalten doch mit Garantie im Laufe der Evolution nicht erhalten können! Logisch? Oder?

Deshalb - und um es nochmals ganz deutlich zu sagen: Ihr dürft uns trösten, wenn wir Angst haben! Tröstend ist für uns alles, was uns entspannt und uns hilft, unseren Stress zu reduzieren.

Foto: Brigitte Kreisl / www.brigittekreisl.ch
Foto: Brigitte Kreisl / www.brigittekreisl.ch
  • Bleibt also am 1. August oder an Silvester bitte bei uns Hundekindern und ignoriert uns nicht!
  • Ruhige Berührungen oder ruhiges Streicheln kann die Entspannung unterstützen – aber nur, wenn wir das auch wollen. Es gibt keine Zwangsentspannung, das funktioniert nämlich nicht!
  • Vielleicht möchte sich ein Hund an einen dunkeln, für sein Empfinden sicheren Ort zurück ziehen (ins Badezimmer, in die Badewanne, unter das Bett, unter die Treppe...). Mit einer Hundedecke kann der Ort bizzi kuschelig gemacht werden.
  • Musik oder TV helfen, das Geknalle ein wenig zu übertönen.
  • Geschlossene Roll- oder Fensterläden schliessen die Lichtblitze aus.
  • Wenn möglich führt uns vor dem grossen Geknalle nochmals nach draussen zum Versäubern. Bitte sichert uns immer mit der Leine!
  • Da bereits unter Tag oder am Tag davor mit dem Zünden von Feuerwerk begonnen wird, lasst uns bitte draussen nicht von der Leine. Gerät nämlich ein Kumpel in Panik, kann er kopflos flüchten!
  • In Panik sind wir auch fähig, uns aus dem Halsband oder dem Geschirr zu winden. Deshalb ist es wichtig, dass wir an solchen Tagen wie 1. August oder Silvester entweder doppelt gesichert werden, d.h. die Leine wird an Brustgeschirr und Halsband fixiert, oder wir mit einem Sicherheitsgeschirr geführt werden, um das Ausbüxen zu verhindern.
Mein Sicherheitsgeschirr und ich
Mein Sicherheitsgeschirr und ich

Und bitte, bitte reagiert weder unfreundlich noch ärgerlich auf einen Hundefreund in Angst. Denn das – und nicht das Trösten – verstärkt die Angst!

 

Wer auf das Zünden von Feuerwerk verzichtet, leistet einen sinnvollen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz.

Wir Haus-, Nutz- und Wildtiere danken es!

 

Herzliches Wuff Wuff von

eurer Nayeli


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Ohne Worte

Möttchen berichtet

Heute sag ich nichts... Heute dürft ihr einfach nur gucken!

 

Ein sommerliches Wuff Wuff

von eurer Nayeli


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Nayeli for President

Möttchen berichtet

Foto: pixabay
Foto: pixabay

Ha, ha - ich und Präsidentin - das ist natürlich nur ein Witz! *kicher* Wie sollte denn ein kleines Hundemädel wie ich das auch machen können, ein Land oder einen Kontinent oder gar die Welt zu regieren...??? (Obwohl es für die Welt mit Sicherheit besser wäre, einer meiner Kumpels würde nächster Präsident der USA als dieser Mister Trump!)

 

Aber echt, es gibt immer noch und immer wieder Menschen, die genau das behaupten! Dass wir Hunde nämlich in unseren tiefen Rangstatus eingewiesen werden müssen, damit wir nicht meinen, wir seien die Grössten! Nein die Weltgrössten! Und meinen, wir müssten die Weltherrschaft übernehmen. 

Es gibt also Leute die sind überzeugt, so Hunde wie ich zum Beispiel würden laufend austesten, ob sie die Menschen und die Welt nicht eventuell doch dominieren könnten. Wir Hunde hätten nämlich das Dominanzstreben sozusagen in unseren Genen!

Auf dem Sessel der Macht :-)
Auf dem Sessel der Macht :-)

Vor diesem Hintergrund - und damit das ja nicht geschieht, dass wir Hunde dominant werden - gelten dann für meine Kumpels so komische Sachen wie: es darf nur gepinkelt werden, wenn der Mensch mir das erlaubt... oder ich muss immerimmerimmer hinter meinem Menschen laufen. Wenn ich voraus laufe, dann könnte ich nämlich meinen, ich würde führen - und diese Vorstellung ist ja sowas von gruselig.... oder ich darf nienimmer auf erhöhten Liegeplätzen schlafen und ruhen, weil ich dann denken könnte, ich sei wichtiger - sprich ranghöher - als mein Mensch.

Damit meine Kumpels dann auch wirklich verstehen, was ihnen der Mensch sagen will - nämlich das sie rangtiefer sind - werden sie von ihm angeknurrt und in die Ohren gebissen und lauter solches Zeugs. Das alles im Rahmen einer "hundlichen" Kommunikation!

Hallooooo? Für wie dumm halten die uns eigentlich? Wir wissen aber sowas von, dass ein Mensch ein Mensch und kein Hund ist!

 

Da bin ich also schon froh, dass Esther für solche Tipps und Ratschläge nur ein müdes Kopfschütteln übrig und vor allem Mitleid mit den betroffenen Hunden hat. Denn ich kann ihr gegenüber nämlich gar nicht dominant sein, weil das zwischen uns gar nicht geht! Soziale Dominanz gibt es - wenn schon denn schon-  zwischen Hundekumpel und Hundekumpel oder zwischen unserer Katze Principessa Naira und einer anderen Samtpfote oder zwischen unseren Wildvögeln an der Futterstelle. Aber nie zwischen unterschiedlichen Arten. Soviel mal zum Thema soziale Dominanz!

 

Das bedeutet jetzt natürlich nicht, dass ich einfach tun und lassen kann,  was ich will. Ich musste hier auch Regeln lernen, mich in die Familie an- und einpassen und ich muss auch gehorchen. Zum Glück aber hat Esther dieses Wissen bei mir  nicht einfach vorausgesetzt.  Sie hat mich das alles gelehrt und lehrt es mich heute noch.

 

Hier in unserer Familie haben wir Göttin sei Dank keine Rangordnungen und ich werde auch nicht immer wieder und täglich in meinen tiefen Rangstatus eingewiesen (oder hin bestraft). Wir Vier verstehen uns als Familie: Principessa Naira ist die Katzenoma und hat ziemlich viel Freiraum (finde ich); ich bin das Hundekind und muss immer noch viel lernen; Esther und Ruedi sind sowas wie Eltern-Lehrer oder Lehrer-Eltern, die mir helfen, mich in der Welt zurecht zu finden.

 

Und da ich definitiv keine Intensionen für die Übernahme der Weltherrschaft habe, darf ich auch auf's Sofa... und ab und zu als erste durch die Tür... und zum Glück dann pieseln, wenn ich muss... und manchmal auch Esther voraus rennen und dann so richtig freudig-fröhlich wieder zu ihr zurück kommen.

Ich muss keine Angst vor ihr haben, weil ich nicht mit irgendwelchen "Rang-Reduktions-Massnahmen" geplagt werde. Ich darf mit Freude und Spass leben und lernen!

 

(Pssssst - manchmal darf ich sogar die frischen Erdbeeren von der Staude klauen. Und das, obwohl Esther die eigentlich gerne in ihrem Müesli hätte. Ich brauche wohl die Vitamine, meint sie. Damit ich gross und stark werde und dann und mal Präsidentin der Schweiz werden kann... oder hat sie USA gesagt? *grübel, grübel*)

 

Fröhliches Wuff Wuff

eure Nayeli  


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Leben mit dem Katzentier

Möttchen berichtet

Beim Start in mein neues Leben musste ich mich an extrem viel Neues gewöhnen und täglich Neues lernen!

Zum Beispiel:

Mein Spiegelbild nicht verbellen... in der Box Down-Time machen und entspannen, während Esther für mich nicht zu haben war... das Autofahren nicht mehr zum Ko*** finden... mich auf Frischfütterung umstellen... Ferien machen... komische Geräusche im Haus nicht beachten und vor allem nicht kommentieren... meine Geschäfte nicht in der Wohnung verrichten...  relativ entspannt beim Tierarzt sein... mit dem Zug und dem Bus fahren... und Vieles mehr! Das alles war also schon ziemlich anstrengend! Aber natürlich haben wir uns viel Zeit gelassen und tun das auch heute noch! So ganz nach dem Motto: Gut Ding will Weile haben!

 

Im neuen Zuhause gab’s auch noch ein schwarzes Katzentier. Ganz zu Beginn hat  Naira la Principessa – so heisst sie – im Büro von Esther gewohnt. Da durfte ich nicht rein, eine Kindersicherung hat mich daran gehindert. Ich bin dann ab und zu einfach davor gestanden und habe die Samtpfote beobachtet. Wenn ich ruhig zu ihr hingeschaut habe, gab's von Esther ein "click" und ein Bröckchen Futter ist zu mir geflogen. So habe ich schnell gelernt, dass sich das ruhige "Büsi-gucken" für mich lohnt!

 

Naira konnte entscheiden, ob und wann sie nach vorne ins Wohnzimmer oder in die Küche kommen wollte. Am Anfang ist sie nur nachts, wenn ich sicher in der Box versorgt war, ins Schlafzimmer gekommen und hat sich ihre Streicheleinheiten und ihre Kuschelzeit bei Esther abgeholt. Bald schon aber hat sie sich auch tagsüber nach vorne gewagt. Die ersten Male, als sie ins Wohnzimmer kam, habe ich sie schon bizzi angepöbelt - knurren und wuffen und so. Esther hat mich u.a. deshalb in der ersten Zeit noch mit der Hausleine gesichert, damit sie mich im Kontakt mit der Principessa besser managen kann. 

Thunder-Shirt, Geschirr und Hausleine gehörten zur Grundausstattung am Anfang auch im Haus dazu
Thunder-Shirt, Geschirr und Hausleine gehörten zur Grundausstattung am Anfang auch im Haus dazu

Aber ehrlich, ob ihr's glaubt oder nicht – ich hatte im Grunde Schiss vor dem Katzentier! Und Naira hat sich von meinem Gebrummel auch nicht wirklich beeindrucken lassen. Sie ist ruhig sitzen geblieben oder hat sich einfach abgedreht und mit die kalte Schulter gezeigt.

 

So langsam, langsam sind wir uns näher gekommen. Unser erstes richtiges Date hatten wir dann in der Küche. Ich war also schon noch bizzi nervös, wie ihr sehen könnt... 

Aber dann hat es nicht mehr lange gedauert, und wir haben beide gemeinsam auf meinem (!) Kissen entspannt. Wir liegen auch zusammen  auf dem Sofa und lassen uns streicheln. (Esther hat ja schliesslich zwei Hände!)  

2 Monate nach dem Start in mein neues Leben
2 Monate nach dem Start in mein neues Leben
First we take the Sofa und dann die Weltherrschaft... oder so oder ähnlich ;-)
First we take the Sofa und dann die Weltherrschaft... oder so oder ähnlich ;-)

Und einen guten  Nebeneffekt im Zusammenleben mit unserem Katzentier gibt es für mich auch noch: ich muss mich nämlich auch bei der Sichtung von fremden Samtpfoten nicht sonderlich aufregen.

Ganz im Gegensatz zu den grossen Rabenvögel - die bringen mich also ziemlich auf Touren! Aber davon ein anderes Mal mehr.

 

Herzliches Wuff Wuff

eure Nayeli 


Nicht locker lassen gewinnt!

Möttchen berichtet

Esther sagt, ich bin echt geschickt mit meinem Fang! Ich kann ganz viele unterschiedliche Dinge gut halten und tragen (oder auch bearbeiten...)

Sehr gerne trage ich zum Beispiel meine Futterbälle mit mir rum. Und wenn's um die geht, kann ich also so richtig, richtig ausdauernd sein! 

 

Eine Auswahl meiner Futterbälle, mit denen ich mich beschäftigen kann
Eine Auswahl meiner Futterbälle, mit denen ich mich beschäftigen kann

 

Ausdauernd bin ich zum Beispiel darin, den Ball über die Terrasse zu schubsen und die Leckerli aus ihm zu befreien. Oder darin,  wenn ich ihn vor dem Ertrinken retten muss. Ich habe einen meiner  Futterbälle nämlich aus Versehen im Wasserbecken abgelegt, als ich dort meinen Durst löschen wollte. Das Ding nachher da wieder raus zu bekommen, das war grad bizzi eine Herausforderung.

Aber wie sagt man hier bei uns: ned lugg loh gwönnt!  (nicht locker lassen gewinnt!)

 

 

 

In diesem Sinne: Bleibt am Ball!

Eure Nayeli


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Ich glaub, mich küsst ein Hirsch

Möttchen berichtet

Nayeli und Frau Hirsch
Nayeli und Frau Hirsch

Auf einem unserer Spaziergänge sind wir zum Wildgehege. Esther wollte wissen, wie ich auf das Rotwild und die Rehe reagiere.

Zuerst - es waren noch keine Tiere zu sehen aber zu riechen - habe ich versucht, unter dem Zaun durch ins Gehege zu gelangen. Durfte ich aber nicht. Esther hat gesagt: "komm, wir gehen weiter!"

 

Plötzlich habe ich die Tiere in der Ferne gesehen. Ich musste gucken, und gucken und gucken und schnuppern. Aber ich bin also weder hysterisch geworden noch musste ich bellen oder mich in die Leine hängen. Ich war einfach nur sehr interessiert.

 

Und dann - ihr glaubt es nicht - hat sich eine Hirschfrau aus der Gruppe gelöst und ist zu uns an den Zaun gekommen. Ich war hin- und hergerissen zwischen fasziniert sein, aufgeregt sein, hin wollen und wieder weg rennen.

Dass ich mit Frau Hirsch gut klar gekommen bin heisst noch nicht, dass ich im Wald nie nimmer einer Verwandten von ihr hinterher rennen würde. Ich war mir ja schon bewusst, dass ein Zaun zwischen uns war. Ich bin ja schliesslich nicht blöd!

Und trotzdem konnte ich heute lernen, dass hingucken ok ist,  dass ich nicht pöbeln  muss, dass ich Abstand nehmen oder an ihr schnuppern kann - grad so, wie es für mich gepasst hat und wie Frau Hirsch mitgemacht hat. Es war aufregend und anregend und lernreich.

Frau Hirsch hat von uns - also von Esther - zum Abschied noch ein paar Ästchen aus dem Wald zum Knabbern bekommen. Weil, die hat das nämlich richtig toll gemacht mit mir.

 

Herzliches Wuff eure Nayeli


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Hundekumpel

Möttchen berichtet

Ich liebe es, wenn wir auf Spaziergang Hundekumpels treffen! Und dies ganz unabhängig davon, ob der Kumpel klein, mittel oder gross, dick oder dünn, Bub oder Mädel, alt oder jung ist... Hauptsache nett!

Inzwischen kenne ich also bereits einige: zum Beispiel den Eros, den Edgar, den Tobi, die Nyma, den Nawaho, den Whisky, die Zora, den Lord, die Cinta, den George und natürlich alle Hundekumpels von Esther's Trainerinnen in der Ausbildung bei cumcane familiari.

 

Oft reicht mir schon die Anwesenheit eines Hundes, damit ich vor lauter Freude meine Kreise auf der Wiese ziehe und rumzudüse.

Aber am schönsten ist es natürlich schon, wenn ich mit dem Gspändli richtig rennen oder spielen kann. Das kann ich nämlich richtig gut. Seht selbst: 

In diesem Sinne - freut euch aneinander und freut euch des Lebens!

Eure Nayeli


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181 Tage im neuen Leben

Möttchen berichtet

Na, was sagt ihr dazu? Das Portrait links hat Esther kurz nach meiner Ankunft gemacht, das rechte Bild ist nach sechs Monaten entstanden. Ich bin kaum wieder zu erkennen - oder? Aber ich bin's also wirklich! Ehrlich!

Drei Tage im neuen Leben
Drei Tage im neuen Leben
Sechs Monate im neuen Leben
Sechs Monate im neuen Leben

Freude herrscht!

Eure Nayeli


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Ich heisse Nayeli

Möttchen berichtet

Möchtet ihr wissen, was ich als allererstes gelernt habe in meinem neuen Leben? Nein, nicht an lockerer Leine laufen oder die Umorientierung oder Sitz, Platz, Bleib oder sonst was in der Art. Ganz zuerst habe ich gelernt, wie ich heisse!

Das ging ganz lustig vor sich. Esther hat meinen Namen gesagt und mir ein Bröckchen Futter gegeben... meinen Namen gesagt und mich unterhalb der Ohren massiert (ich liebe es, wenn ich dort so richtig gekrault werde)... meinen Namen gesagt und mit mir einen Karton zum Schreddern gegeben... meinen Namen gesagt und mich mit lieber Stimme gelobt. Häufig habe ich was zu futtern bekommen, wenn ich meinen Namen gehört habe. Käse und Würstchen und andere so feine Sachen. Ich habe so ganz schnell gelernt, dass Nayeli etwas Gutes ankündigt und ich freue mich, wenn ich meinen Namen höre. 

In meinem früheren Leben hiess ich Negrita. Aber Esther hat gesagt: neues Leben, neuer Name. Und inzwischen habe ich "Nayeli" schon richtig gut gelernt. Wenn Esther sich zum Beispiel mit jemandem über mich unterhält und dabei meinen Namen erwähnt, gucke ich schnell zu ihr hin. Denn es könnte ja wieder was Tolles von meiner Menschenmama kommen!

Also mir gefällt mein Name, er fühlt sich gut an!

 

Herzliches Wuff Wuff

Eure Nayeli


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Ferien!

Möttchen berichtet

Ferien!

Ich war im Januar in den Ferien! Ganz viele „zum ersten Mal“ habe ich da erlebt.

Zum Beispiel bin ich mit der Zahnradbahn gefahren. Es hatte gruselig viele Menschen. Aber auf Esthers Schoss fühlte ich mich so sicher, dass ich sogar kurz eingedöst bin.

Oben auf dem Berg hatte es Schnee, richtig viel Schnee! Ich bin rumgedüst wie blöd und konnte mich vor Freude fast nicht erholen. Dabei bin ich ja als Spanierin von Haus aus eher die Sonne und warme Temperaturen gewohnt...


Dann waren wir in einem Restaurant. Ich fand das sehr interessant. Ich hatte eine sichere Ecke bei Esther und Ruedi und konnte da in Ruhe die Leute beobachten, die kamen und gingen. Jemand hatte sogar einen Hund mit dabei. Ich bin ruhig liegen geblieben und habe einfach nur geguckt und überhaupt nicht gepöbelt. Ok, ich hatte auch meine kleine Decke als Target mit dabei und hab was Feines zum Kauen bekommen.

 

Und schliessich waren wir natürlich noch in einer neuen Wohnung für eine ganze Woche. Zuerst war das bizzi komisch – ich bin ja noch nie in den Ferien gewesen – aber als meine Decke auf dem Boden lag, war für mich alles gut und ich wusste: hier ist das Zuhause.

 

 

 

Nicht immer war das Wetter wie im Märchen. Es hat auch kräftig gewindet, gescheit und war so richtig, richtig kalt!

Manchmal bin ein richtiger Clown!
Manchmal bin ein richtiger Clown!

Aber ich bin schlau und weiss mir zu helfen. Ich habe nämlich einfach Esther's Bett stibitzt. Da war es schön kuschelig warm!

Also ich finde - Urlaub ist cool!

 

Ein erholtes Wuff Wuff von

eurer Nayeli



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Esther hat Blutdruck!

Möttchen berichtet

Heute hatte Esther Blutdruck!

Das kam so: Wir waren auf freiem Feld unterwegs auf Spaziergang. Hinter uns kam eine Joggerin auf uns zu. Esther ist mit mir stehen geblieben, hat die Schleppleine in der Hand genommen und hat für jedes ruhige Hingucken von mir zu dieser Frau "click" gesagt und mir ein Bröckchen Futter gegeben.

Ich war also definitiv zielmlich relaxed, als die Frau an uns vorbei gerannt ist und habe ihr einfach kurz hinterher geguckt.

Esther liess die Schleppleine wieder fallen und wir sind weiter.  Aber dann hat mich das doch irgendwie gereizt, diese rennende Frau... Ich bin in ihre Richtung getappert, habe Fahrt aufgenommen und bin ihr hinterher gerannt.

 

Kurz bevor ich sie von hinten begrüssen konnte, ertönte Esther's Trillerpfiff. Ich habe den zwar noch nicht so richtig gut gelernt. Ich wusste aber, dass dieser Pfiff ein Versprechen auf was Supergutes von Esther war. Also habe ich 2 Meter hinter der Joggerin eine 180° Wendung gemacht und bin im Sauseschritt zu Esther zurück.

Die war überglücklich, dass ich zurück gekommen bin und hat mir grad eine ganze Handvoll Käsestücken zum Suchen in die Wiese geworfen.

Sie hätte sowas von Blutdruck gehabt, hat sie noch gesagt. Ich kann nicht ganz verstehen weshalb, denn ich war wirklich nur ganz, ganz kurz weg! Ehrlich!

Aber verstehe mal ein Hund die Menschen... 

 

Bleibt cool!

Eure Nayeli


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Beim Tierarzt

Möttchen berichtet

Eeeeeeigentlich war es ja ganz anders geplant...

Esther wollte nämlich, dass ich zuerst richtig ankomme im neuen Leben und Sicherheit gewinnen kann. So Ende Januar wäre dann ein erster Besuch beim Tierarzt geplant gewesen! Mit Betonung auf „wäre“!

Wir hatten bereits mit dem Pflegetraining begonnen, damit für mich der Tierarztbesuch mit möglichst wenig Stress abläuft. Wir haben zum Beispiel geübt auf den Tisch gehoben werden, mich überall anfassen lassen, in die Ohren gucken, am Bauch rum drücken, die Zeckenzange ansetzen, bürsten und lauter solche Sachen. Aber eben, es kam natürlich alles ganz anders als geplant!

Und das ging so:

Kurz vor Jahresende ist meine Patentante Beatrice zu mir auf Besuch gekommen. (Ok, auch noch bizzi zu Esther und Ruedi.) Als sie mich so „quer-Beet“ gestreichelt hat ist ihr aufgefallen, dass mein linkes Ohr möffelt. Esther hat das zwar am Vorabend geputzt, aber so richtig was genützt hat das leider nicht. Die beiden Frauen haben dann entschieden,  das Ohr und mich noch im alten Jahr dem Doktor vorzustellen. Mit einer grossen Ladung Leckerli und einer Tube Hundepaste sind wir dann los und rein in die Tierarztpraxis. Ich hatte schon bizzi Schiss, war aber auch neugierig und wollte die Räume da abschnuppern.


Die Frauen in der Praxis waren echt lieb und ich habe ihnen auch die Freude gemacht und Leckerli von ihnen genommen.


Der Mann... hm, was soll ich sagen... ich bin ja grundsätzlich seeeehr vorsichtig bei dieser Art Mensch. Aber er hat sich ganz klein gemacht und total lieb mit mir gesprochen. Da dachte ich, dass der nicht sooooo gefährlich sein kann und habe mich vorsichtig angenähert. Auch von ihm gab's ein Leckerli.


Esther hat mich dann auf den Tisch hochgehoben, der Doktor hat mich untersucht und in mein Ohr geschaut. Da ich das schon von unserem Pflege-Training her kannte,  war es ok für mich.

Das eine Ohr war dann wirklich bizzi sehr schmutzig und hat ziemlich gemöffelt. Der Doktor hat ne Salbe rein gemacht und nachher mein Ohr so richtig geknetet und massiert. Woooooow – hat das gut getan! Ich habe vor Genuss die Augen geschlossen, leicht gegrunzt und mich total in seine Hand gelehnt. Und wie gesagt, so als Mann war der wirklich ok. So viel zu meinem ersten Tierarztbesuch.

 

Bleibt gesund!

Eure Nayeli


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Weihnachten unter dem Tisch

Möttchen berichtet

Ich habe ja noch so bizzi Probleme mit fremden Menschen. Die machen mir immer noch Angst und ich muss dann wuffen und manchmal auch knurren, wenn mir jemand zu nahe kommt.

 

Vorgestern haben wir aber Besuch erwarten. Es war nämlich Weihnachten und die Familie kam.

Esther hat mir meine Schlafbox ins Wohnzimmer geholt und diese ein bisschen abseits vom grossen Esstisch hingestellt.

Kurz bevor unser Besuch kam, hat Esther mir einen grossen Trockenfisch in der Box gegeben. Mit dem habe ich mich gut beschäftigen können und in der Box habe ich mich sicher gefühlt.

Die neuen Menschen haben mich in Ruhe gelassen und sind mir nicht zu nahe gekommen. Obwohl alle ziemlich neugierig auf mich waren, haben sie bloss ein wenig aus den Augenwinkeln zu mir gegüxelt - ich habe das also schon gesehen! Aber das war also völlig ok für mich.

 

Als dann alle am Tisch sassen und mit dem Essen beschäftigt waren, hat Esther meine Box geöffnet. Ich habe mich hervor gewagt und unter dem Tisch alle Beine und Füsse abgeschnuppert.

Dieser Besuch war wirklich nett. Ich habe mich sogar von Esther's Bruder flattieren und streicheln lassen. Er hat so beiläufig die Hand seitlich nach unten gehalten und als ich mich anlehnte, hat er mich unter den Ohren massiert. Das habe ich nämlich tooootaaaal gerne! Zum Schluss habe ich ihm sogar meinen Bauch hingehalten!

Ich wusste ja nicht, was Weihnachten ist. Aber ich muss sagen, das ist also voll ok!

 

Bleibt friedlich!

Eure Nayeli


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Übermütig

Möttchen berichtet

Esther war heute auf dem Spaziergang bizzi übermütig. Sie hat mich nämlich eine zeitlang mit der Schleppleine am Boden mitlaufen lassen. 

Dann war da aber plötzlich etwas Spannendes im Wald. Glaubt mir, ich habe es Esther gezeigt! Aber bis sie begriffen hat, dass ich da nachgucken gehen muss, war ich schon weg vom Weg und habe mich zu dieser spannenden Stelle vorgearbeitet.

Esther hat den Trillerpfiff gemacht. Den hab ich zwar auch schon kennen gelernt. Aber in diesem Augenblick war das "Andere" halt viel interessanter und deshalb habe ich mich noch ein bisschen weiter vorgearbeitet.  Plötzlich waren meine Menschen ausser Sicht! Das war dann doch bizzi viel für den Moment und ich habe mich entschieden, lieber wieder zurück zu gehen.

Triller sei dank wusste ich auch, wo meine Menschen sind. Ich wurde überschwänglich gelobt und habe eine grosse Ladung Leckerli bekommen: Frolic und Käsebröckchen und Wurststückchen und der Ball ist auch noch geflogen!

Ich sage euch, das war ein richtig aufregender Spazottel! Wir sind dann zügig nach Hause und ich musste zuerst mal ein Mütze voll Schlaf nehmen und mich von diesem Abenteuer erholen.

 

Herzliches Wuff von eurer Nayeli


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Die ersten Tage im neuen Leben

Möttchen berichtet

Ich erinnere mich gut an meine ersten Tage in meinem neuen Leben. Es war also so ziemlich alles ziemlich gruselig für mich: die Geräusche, die Gerüche, die Menschen sowieso und dann gab es da auch noch ein Katzentier im neuen Zuhause!

Ich habe mich sehr vorsichtig bewegt, war immer parat zu flüchten und habe mich erst mal nur im Wohn- und Schlafzimmer aufgehalten.

Bei Esther fühlte ich mich relativ schnell sicher, habe ihre Nähe gesucht und bin ihr bald schon überall hin hinterher getappert.

Bei Ruedi habe ich länger gebraucht, bis ich ihm vertrauen konnte. Ich habe ihn die erste Zeit sogar ziemlich heftig angepöbelt.  Geholfen hat mir, dass Ruedi sich immer angekündigt und meinen Namen gesagt hat, wenn er in meine Nähe gekommen ist. Und dann hatte er auch so feine Leckerli und Käsestückchen, die er mir zugeworfen hat. Ich muss sagen, das hat mich also schon positiv für ihn eingenommen.

Und heute - heute flirte ich ihn kräftig an, bringe ihm meine Spieli und hüpfe um ihn herum - heute sind wir Freunde! 

 

Was sich auch sehr verändert hat, sind meine Spaziergänge. Am Anfang waren wir nur sehr kurz unterwegs. Ich musste vor allem immer die Gegend abscannen, mich absichern,  bin oft einfach stehen geblieben und habe geschaut und geschaut und geschaut.

Heute ist das ganz anders. Heute geniesse ich es total, wenn ich so richtig, richtig rumdüsen kann! Das ist toll!

 

Das Leben ist toll!

Eure Nayeli


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