Die Routine bringt's!

Nayeli berichtet

Und wieder einmal greifen wir das Thema Rückruf auf. Ja, wir haben darüber schon mehrmals und aus verschiedenen Perspektiven berichtet...

Alle, die bei Hundart gelernt haben, kennen ja den doppelten Rückruf.

Im heutigen Artikel geht es nun darum, wie Routine in den einfachen Rückruf gebracht werden kann. Es geht ganz konkret um die Zehn-pro-Tag-Übung.

 

Das Tolle an dieser Übung ist, dass da die ganze Familie mitmachen und einbezogen werden kann. Der Hundefreund lernt dabei, seinen Namen in Kombination mit dem Signal für das Herankommen positiv zu verknüpfen. Und wie so oft bei uns im Training - der Ablauf ist keine Hexerei! 😃

 

Wir starten mit der Übung in der Wohnung, da wo die Ablenkung in der Regel am wenigsten hoch ist. Jedes Familienmitglied zählt am Morgen maximal 10 Leckerchen ab und steckt diese in die Tasche. Wenn eure Familie sehr gross ist, dann nimmt jedes Mitglied halt nur 5 Leckerchen in die Tasche.

Der Hundefreund wird nun während dem Tag immer mal wieder mit seinem Namen und dem Signal für das Herankommen gerufen.

Das sieht so aus:

Reagiert der Hundefreund zuverlässig auf Name + Signal innerhalb der Wohnung, so kann die Zehn-pro-Tag Übung nach draussen in Hof und Garten verlegt werden.  Da sind nämlich Ablenkungen und dadurch der Erregungslevel des Hundes meist höher. Zudem kann draussen die Distanz in kleinen Schritten immer mehr vergrössert werden. 

Wichtig ist dabei, dass der Hund nicht nur immer von einer Position - also der Mensch steht hinter dem Hund - gerufen wird. Er soll nämlich lernen, dass das Signal "Hundi, komm zu mir" auch gilt, wenn sein Mensch sich seitwärts oder vor ihm befindet, beziehungsweise wenn die Bezugsperson das Rückrufsignal im Stehen, im Sitzen, in der Hocke oder im Handstand gibt. 

Dabei geh es darum, das verhaltenauslösende Signal zu generalisieren. (Das hat mir Esther grad zugeflüstert. Was ihr Menschen auch immer für Wörter habt...)

 

Die Routine, die wir mit dieser Übung in den einfachen Rückruf bringen, bewirkt, dass ich... 

zu Hause in der Wohnung...

oder im Garten, auf der Terrasse...

oder unterwegs auf Spaziergang...

oder wenn ein Freund dabei ist...


 

... mit grosser Zuverlässigkeit auf das Rückrufsignal reagieren kann. Weil eben - die Routine bringt's! Nämlich! 😉

 

Wenn nun ein Hundefreund zu den "Turbos" gehört, er also zügig und schnell eine grosse Distanz zwischen sich und seinem Menschen aufbaut oder wenn er zu den Fellnasen gehört, die leicht ablenkbar sind ist es eine gute Idee, ihn bei dieser Übung draussen mit einer langen Leine zu sichern.

Bitte beachtet dabei: die Schleppleine wird immer und ausschliesslich und nur am Brustgeschirr befestigt! 

Die Verletzungsgefahr für Hals, Luft- und Speiseröhre sowie Halswirbelsäule wäre bei der Befestigung der langen Leine am Halsband viel zu gross.

 

Und zum Schluss noch dies: je besser der Hundefreund den Rückruf gelernt hat, desto mehr Freiheit kann er geniessen. 👍🏻 😁

 

Herzliche Pfotengrüsse

eure Nayeli

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