Ich kann Decken-Target

Möttchen berichtet

Ich muss in meinem Hundeleben – wie viele Kumpels von mir auch – immer mal wieder an Ort und Stelle warten können und dabei wenn möglich entspannt bleiben. In vielen unterschiedliche Situationen ist dieses Verhalten nämlich sehr hilfreich. Deshalb hat Esther mit mir schon sehr zügig die Decke als Target, bzw. als optisches Dauersignal aufgebaut.

Heute ist die Decke für mich eine feste Station für das Warten, sie ist mit Beschäftigung verknüpft, sie bedeutet Sicherheit für mich und ist nicht zuletzt ein Ort, an dem ich entspannen kann.

 

Wenn Esther mit mir eine Trainingssequenz durchführen will, startet unsere Zusammenarbeit in der Regel von der Decke aus. Ich lege mich da hin und warte bis Esther mir sagt, was ich tun soll. Und Decke sei Dank kann ich ihr - wenn sie in ihrem Eifer mal wieder die Zeit vergessen hat - auch deutlich sagen, wenn ich eine Pause brauche. Dann gehe ich nämlich einfach zurück auf die Decke und bekomme dann natürlich subito mein Timeout.

 

Die Decke hilft mir aber auch, entspannt im Restaurant zu warten, bis meine Menschen fertig gegessen haben... oder sie informiert mich über den Ort des Wartens zu Hause,  bis ich endlich nach dem Essen meiner Menschen die gebrauchten Teller für den Geschirrspüler vorbereiten darf.... oder sie ist mein Orientierungspunkt in der Seminarsituation, wenn Esther andere Teams coacht und grad keine Zeit für mich hat... oder... oder... oder... Das Deckentarget kann in ganz unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden.

Meine Menschen frühstücken und ich gucke von meiner Decke aus zu.

 

In der Seminarsituation hilft mir das Deckentarget beim Warten.

In der Hundepension ist meine graue Decke mit dabei und gibt mir Sicherheit. 

 

Das ist eine meiner Lieblingsdecken - mein Schnüffelteppich!

Die blaue Target-Decke liegt auf meinem Ruhekissen. Ich verknüpfe sie so als Ort der Entspannung.

Liegt eine Decke auf dem Sofa weiss ich: die Sofa-Hundezone ist eröffnet!


 

Nun könnte ja eingewendet werden, dass Hund das alles auch ohne Target lernen kann. Stimmt! Aber mit einem optischen bzw. taktilen (Textur der Unterlage) Dauersignal - sprich der Decke als Target - wird der Aufbau des Verhaltens "entspannt warten und an Ort bleiben" viel einfacher und für mich war so auch schnell klar, was Esther von mir haben möchte.

 

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wie wir das aufgebaut haben. Das ist keine Hexerei!

Der erste Schritt geht so:

Das haben wir ein paar Mal hintereinander gemacht und für mich war zügig klar: die Decke ist ein toller Ort, auf dem gibt es etwas Feines - nämlich Futter!

Diese Ortsverknüpfung hat bewirkt, dass ich - sobald Esther die Decke ausgelegt hat - sehr schnell von selber darauf gegangen bin. Dafür wurde ich von ihr natürlich sehr gelobt und es hat wieder etwas Gutes gegeben - auf der Decke!

 

Im Gartenrestaurant reicht ein kleines, dünnes Target-Tuch, das gut in die Tasche passt.
Im Gartenrestaurant reicht ein kleines, dünnes Target-Tuch, das gut in die Tasche passt.

Später hat Esther unser Signalwort eingeführt.

Just in dem Moment, in dem ich auf die Decke wollte, hat sie „geh auf deine Decke“ gesagt, mich anschliessend gelobt und belohnt.

 

Zu Beginn haben wir immer mit der gleichen Decke geübt. Als ich das Signal "geh auf deine Decke" richtig gut verstanden hatte, haben wir begonnen, mit unterschiedlichen Decken zu arbeiten. Von grossen, flauschigen Decken bis hin zu kleinen, dünnen Tüchern war alles mit dabei. Esther hat nämlich gesagt, dass sie absolut keine Lust hat, den grossen Schnüffelteppich mit ins Restaurant zu schleppen. In dieser Situation muss ein kleines Tuch als Wartestation ausreichen. Und -  das tut es auch! :-))

 

Mit fröhlichen Pfotengrüssen

eure Nayeli

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Franziska Waldis (Donnerstag, 17 Oktober 2019 17:24)

    Super und danke���.
    Das wollten wir schon lange richtig einüben �
    Franziska mit Bessy

  • #2

    Esther (Donnerstag, 17 Oktober 2019 18:30)

    Viel Erfolg beim Aufbau wünsche ich dir, liebe Franziska!
    Und der süssen Bessy schicke ich einen ganz lieben Knuddler!
    Herzlich Esther